Die Helfer der DLRG sind meistens bei Schwimmfesten sichtbar, wenn sie – oft gemeinsam mit Kollegen der anderen Rettungsdienste – die Sicherheit der Menschen im Wasser sicher stellen. Aber einen Großteil ihrer Arbeit verbringen DLRG-Retter auch auf dem Boot, vor allem dort, wo es größere Binnengewässer, Flüsse und das Meer gibt. Die DLRG ist Teil des deutschen Katastrophenschutzes, und wird damit bei allen großen Unglücken, bei denen Wasser eine Rolle spielt, alarmiert.

Gerade die durch die Klimaerwärmung hervorgerufenen immer stärkeren Niederschläge und damit verbundene Springfluten stellen eine Herausforderung für die DRLG dar – können doch auch kleine beschauliche Bäche schnell zu großen reißenden Strömen heranwachsen.

Deshalb haben fast alle DLRG-Ortsverbände Boote – manche kleiner, manche schon mittelgroße Flotten. Man kann sich bei der DLRG natürlich auch zum Bootsführer ausbilden lassen.

Die DLRG hat sich als eines ihrer Ziele gesetzt, einen flächendeckenden Wasserrettungsdienst anzubieten. So wie Rotes Kreuz, Johanniter und Malteser sowie lokale Einrichtungen das Rettungsnetz zu Lande sicherstellen wollen die Rettungsschwimmer auch erreichen, dass es auf den Wasserwege und Seen keine Engpässe gibt.

Mittlerweile gibt es viele Wasserrettungsstationen im Bundesgebiet, und an der Nord- und Ostseeküste werden während der Badesaison ebenfalls viele Stationen mit ehrenamtliche Helfern sowie einer großen Zahl an Rettungsbooten besetzt. Hier kann jeder, der die entsprechende Qualifikation hat, einen mehrwöchigen freiwilligen Dienst ableisten.

Im gesamten Bundesgebiet sind die Boote der DLRG auch Teil der Schnellen Einsatzgruppen (SEG). Diese werden bei Unglücken im und auf dem Wasser alarmiert. Sie verfügen nicht nur über mehrere Arten von Booten, sondern auch über Gerätewagen, die zum Beispiel auch mit Taucherausrüstungen ausgestattet sind. Die meisten dieser SEGs sind an den großen Seen und den Küsten Deutschlands zu finden, aber auch in einigen Städten die an den großen Flüssen liegen. Gerade bei Schiffsunglücken mit mehreren Verletzten rücken dann diese Spezialeinheiten aus und versuchen so schnell wie möglich die Menschen aus dem Wasser zu retten. Übrigens sind viele der großen Gerätewagen auch mit Schlauchbooten ausgestattet.