Bei der DLRG ist es wie bei den anderen Rettungsorganisationen auch: Ohne die freiwilligen ehrenamtlichen Helfer könnte die Organisation nicht bestehen. Diese leisten unglaubliche Arbeit. Pro Jahr werden 2.183.935 Wachstunden von Freiwilligen durchgeführt – das sind Wachen bei Veranstaltungen und an Stränden. Das Jahr 2015 verzeichnete 36.909 Erste-Hilfe-Leistungen, 6.961 Hilfeleistungen im Wasser und 673 Lebensrettungen, 82 davon unter Lebensgefahr.

All diese Aufgaben werden von ehrenamtlichen Helfern in den Ortsvereinen der DLRG geleistet. Sie stellen die 46.000 Einsatzkräfte die in den gelb-roten Uniformen sofort parat stehen, wenn sie gebraucht werden. Dazu kommen aber auch die die Ausbildungsstunden im Schwimmunterricht. Hier werden pro Jahr 2.183.935 Stunden geleistet, damit Kinder und Jugendliche Schwimmen lernen und eventuell sogar zum Rettungsschwimmer ausgebildet werden können.

Insgesamt zählt die DLRG bundesweit 553.594 Mitglieder. Natürlich sind nicht alle von ihnen aktiv, aber es ist dennoch eine große Zahl, die einen nicht unwesentlichen Teil der Freizeit damit verbringt, für andere Menschen da zu sein.

Arbeit in der DRLG wird bis auf die wenigen hauptamtlichen Kräfte nicht vergütet. Sie wird ehrenamtlich geleistet, weil man einen Dienst an der Gesellschaft erbringen möchte. Die Einsatzzahlen zeigen deutlich, wie wichtig diese Arbeit ist. Allein 673 Menschen das Leben gerettet zu haben ist schon bedeutend. Viel größer aber ist wohl die Zahl der Unglücke die durch die Schwimmausbildung verhindert werden konnte. Hier erklären Helfer vor allem an den Wochenenden unermüdlich, welche Gefahren im Wasser lauern, wie man sie erkennt und was man im Falle eines Unglücks machen soll. Gerade die immer stärker werdenden Gewitter und Regenfälle stellen heute eine Bedrohung dar, weil sie Bäche schnell anschwellen lassen können. Das kann zu Überflutungen und schnellen Strömungen führen, die gerne auch unterschätzt werden. Gerade für die Ortsvereine, die nicht an klassischen Binnengewässern und Flüssen liegen, wird das in Zukunft eine Herausforderung sein und bedarf ständiger Schulung der Ehrenamtlichen.